Leitgedanke

Alle Bildungs- und Erziehungsprozesse knüpfen an den individuellen Erfahrungen der Kinder und ihrer Familien an und eröffnen ihnen die Orientierung in erweiterte Welten. Pädagogische Fachkräfte helfen Kindern, sich in ihrer Welt zurechtzufinden und sich auf zukünftige Lebenswelten einzustellen.

Kinder haben von Anfang an eigene Rechte und vollziehen die für ihre Entwicklung und Entfaltung notwendigen Schritte durch eigene Aktivität. Diese Sicht bestimmt das Bild vom Kind im Situationsansatz. Erwachsene sind dafür verantwortlich, Kinder durch verlässliche Beziehungen und ein anregungsreiches Umfeld in ihrem Streben nach Weiterentwicklung zu unterstützen.

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Die drei Grundwerte Autonomie, Solidarität und Kompetenz bestimmen das professionelle Handeln der pädagogischen Fachkräfte. Pädagogische Fachkräfte unterstützen die Bildungsprozesse der Kinder auf der Grundlage von Beobachtungen. Sie fördern bei jedem Kind die Stärkung seiner Identität, die Zugehörigkeit zur Gemeinschaft und die Auseinandersetzung mit den vielen Fragen der Kinder an die Welt. Die Kinder sollen täglich erleben, dass ihr Wissen und Können das Leben in der Kindertagesstätte verändert.

 

Kinder erfahren so, dass sie gebraucht werden und dass ihre Ideen wichtig sind.

 

 

 

 

Foto: Spielendes Kind

Das Leitbild des Situationsansatzes

Grundlage des Konzeptes Situationsansatz sind die fünf theoretischen Dimensionen und 16 konzeptionelle Grundsätze.

 

Theoretische Dimension Lebensweltorientierung:

Grundsatz 1 (Lebenssituation der Kinder und Familien), Grundsatz 2 (Schlüsselsituationen) und Grundsatz 14 (Beziehung zum Umfeld)

Alle Bildungs- und Erziehungsprozesse knüpfen an den Erfahrungen der Kinder und ihrer Familien an und eröffnen ihnen die Orientierung in erweiterten Welten. Pädagogische Fachkräfte helfen Kindern, sich in ihrer Welt zurechtzufinden und sich auf zukünftige Lebenswelten einzustellen. Sie erkennen, welche lebenspraktischen Kompetenzen Kinder in ihrem aktuellen Leben bereits erworben haben und beziehen diese Kompetenzen in das Leben in der Kindertagesstätte ein.

 

Theoretische Dimension Bildung:

Grundsatz 3 (Lernkultur), Grundsatz 5 (Spiel) und Grundsatz 11 (Räume)

Bildung wird verstanden als Bildung der Persönlichkeit, als Bildung von Gemeinschaft und als Verstehen und verantwortliches Gestalten von Welt:

Pädagogische Fachkräfte unterstützen die Bildungsprozesse der einzelnen Kinder auf der Grundlage von Beobachtungen. Sie fördern bei jedem Kind die Stärkung seiner Identität, die Zugehörigkeit zur Gemeinschaft und die Auseinandersetzung mit den vielen Fragen der Kinder an die Welt. Die Warum-Fragen stehen im Zentrum und strukturieren das Bildungsangebot. Pädagogische Fachkräfte erschließen Kindern neue Bildungsbereiche: Sie stimulieren neue Warum-Fragen durch eigene Forschungsfragen.

 

Theoretische Dimension Partizipation:

Grundsatz 7 (Beteiligung der Kinder), Grundsatz 8 (Werte und Normen) und Grundsatz 13 (Erziehungspartnerschaft mit Eltern)

Partizipation wird gelebt als individuelles Recht und als soziale Verantwortung:

Pädagogische Fachkräfte lassen Kinder alltäglich erleben, dass ihr Wissen und Können das Leben in der Kindertagesstätte verändert. Kinder erfahren, dass sie gebraucht werden und dass ihre Ideen wichtig sind. Sie lernen ihre individuellen Rechte kennen und üben sich in der Übernahme von Verantwortung für die Gemeinschaft. Eltern sind die wichtigsten Partner in der Bildungs- und Erziehungsarbeit und wirken aktiv mit.

 

Theoretische Dimension Gleichheit und Anerkennung von Verschiedenheit:

Grundsatz 4 (Mädchen und Jungen), Grundsatz 6 (Jüngere und ältere Kinder), Grundsatz 9 (Verschiedene Kulturen) und Grundsatz 10 (Integration)

Das Prinzip von Integration und Inklusion gibt die grundlegende Orientierung: Alle Kinder sind gleich – jedes Kind ist besonders. Pädagogische Fachkräfte analysieren die unterschiedlichen Lebens- und Lernvoraussetzungen der Kinder und wirken darauf hin, dass jedes Kind den ihm entsprechenden nächsten Schritt in seiner Bildungsbiographie gehen kann. Sie treten sozialer Ausgrenzung und Diskriminierung von Kindern und Familien aktiv entgegen.

 

Theoretische Dimension Einheit von Inhalt und Form:

Grundsatz 12 (Pädagogische Fachkräfte als Lehrende und Lernende), Grundsatz 15 (Planung und Dokumentation) und Grundsatz 16 (Kindertagesstätte als lernende Organisation)

Die Institution Kindertagesstätte und das Team sind Modell für Bildungs- und Erziehungsziele. Die Erwachsenen sind Vorbilder als Lehrende und Lernende. Die Leitungskräfte in den Kindertageseinrichtungen arbeiten mit ihren Teams kontinuierlich an der Weiterentwicklung der Konzeption. Sie nutzen die Methoden der internen und externen Evaluation. Sie verhandeln mit den Trägern, welche passgenaue Unterstützung den Familien im Rahmen der vorhandenen Ressourcen angeboten werden kann. Sie wirken an der kommunalen Jugendhilfeplanung mit.