Leitgedanke

Im Rahmen des Projekts MoBil wird das Wissen um die förderlichen Potenziale von Bewegung zur Stärkung der exekutiven Funktionen genutzt und konzeptionell umgesetzt. Ziel ist neben der För­de­rung der exekutiven Funktionen und der Selbstregulationsfähigkeit der Kinder vor allem die An­glei­chung ihres Niveaus bis zum Ende der Kindergartenzeit und damit die Homogenisierung der Bild­ungs­chan­cen möglichst aller Vorschulkinder für die Schulkarriere und über die Lebensspanne hinweg.

 

Logo: MoBil

Bei der Förderung der exekutiven Funktionen und der Selbstregulationsfähigkeit, kommt es auf die Übung an. Je häufiger die Kinder die Möglichkeit erhalten, Selbstregulation zu üben, desto besser werden sie diese erlernen. Der Alltag mit Kindern liefert dafür unzählige Anlässe. Aus diesem Grund werden auch Informationsmaterialien für die Familien bereitgestellt werden, die anschaulich zeigen, wie Eltern bzw. Erziehungsberechtigte die Selbstregulationsfähigkeit ihrer Kinder fördern können.

 

Das Projekt MoBil basiert auf aktuellen entwicklungspsychologischen, sport- und neurowissenschaftlichen Erkenntnissen aus nationalen und internationalen Studien. Heute kann es als weitgehend unstrittig gelten, dass die exekutiven Funktionen in der Kindheit – also der Phase der höchsten neuronalen Plastizität – ganz wesentlich spielerisch und durch körperliches Training gefördert werden können. Viele Neurowissenschaftler sehen in ausreichenden und vielseitigen Bewegungsaktivitäten den Schlüssel zum Erfolg. Kinder im Alter zwischen 4 bis 6 Jahren, die über eine höhere motorische Leistungsfähigkeit verfügen, weisen höhere kognitive Grundfunktionen auf, als Kinder, die motorisch weniger leistungsstark sind.