Leitgedanke

Das Erzählen von Geschichten ist ein menschliches Grundbedürfnis und ein elementares Medium zur Vermittlung von Erfahrungen und Werten.

Erzählen als Methode ist eine alte Kulturtechnik, die in den letzten Jahren in verschiedensten Bereichen neu entdeckt und für den pädagogischen und interkulturellen Bereich weiterentwickelt wurde. Sprache soll als Mittel der Kommunikation und Zuwendung entdeckt und erfahren werden. Durch das Erzählen von Geschichten wird Sprache in all ihren Facetten und Möglichkeiten unmittelbar erlebt.

 

Uneingeschränkte Zuwendung, Zuhören können, Achtsamkeit, Partizipation – all das geschieht im Moment des Erzählens. Dabei ermöglicht das freie Erzählen das kreative Erlernen und Aneignen narrativer Muster. Das freie Spiel mit Phantasie und Wörtern fördert die Lust am eigenen Fabulieren. Der Hunger nach „noch mehr Geschichten!“ ist wie eine Eintrittskarte in die große Welt der Literatur. Deshalb stellt das Erzählen ein wichtiges Instrument zur Sprachentwicklung und -förderung von Kindern dar. Darüber hinaus unterstützt das Erleben von erzählten Geschichten die Identitäts- und Persönlichkeitsbildung und fördert sozio-emotionale Fähigkeiten, Partizipation, Integration sowie die Entwicklung kultureller Intelligenz.

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Foto: Das Zelt der Erzählwerkstatt