Leitgedanke

Das Projekt basiert auf einer ressourcenorientierten, wertschätzenden pädagogischen Haltung, die das Kind als aktives, die eigene Entwicklung maßgeblich vorantreibendes Individuum und frühkindliche Bildung als sinnlichen und sozialen Prozess versteht.

 

Auch und gerade für den Bereich der Frühpädagogik gilt unverändert, dass eine professionelle und methodisch fundierte Praxis nicht nur hinsichtlich ihrer Wirksamkeit überlegen ist, sondern ebenso Konflikte und pädagogisch schwierige Situationen vermeiden hilft.

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Kompetenz statt Wissen von der Stange

Die Qualität frühpädagogischer Qualifikationsangebote hängt stark davon ab, ob und in welchem Maße es gelingt, Theorie und Praxis des Erzieher/-innenberufs zu vermitteln: Fachkräfte müssen in Lehr-Lern-Kontexten qualifiziert werden, die ihnen den Erwerb wissenschaftlich-theoretischen Wissens und umfassender Handlungskompetenzen ermöglichen und einen Rahmen für die Herausbildung einer professionellen Haltung bieten. Dabei sind pädagogische Handlungsfelder dadurch gekennzeichnet, dass die Akteure ständig mit offenen, unvorhersehbaren Situationen umgehen und auf die Bewältigung nicht standardisierbarer Ereignisse vorbereitet sein müssen. „Erzieher/-innen müssen handeln, und zwar auch dann, wenn es für ein auftretendes Problem noch kein verfügbares oder erprobtes Problemlösungswissen gibt“ (Balluseck & Nentwig-Gesemann 2008, 24).

Handeln reflektieren

Die Art und Weise, wie Fachkräfte mit erlerntem Wissen, pädagogischen Konzepten und „Werkzeugen“ (Verfahren, Instrumenten, Methoden) umgehen, ist stark von ihrer persönlichen Haltung geprägt. Werte und Normen, die im familiären, beruflichen und gesellschaftlichen Kontext vermittelt werden, prägen die Handlungspraxis ebenso wie individuelle Erfahrungen, die eigene familiäre Situation oder Betreuungsbiografie. In professionellen Kontexten gehört es zu den zentralen Anforderungen, diese Haltung, das Bild vom Kind und das individuelle professionelle Selbstverständnis immer wieder kritisch und mit Bezug zur eigenen Biografie zu reflektieren.

 

Kompetenzen erwerben und festigen

Weitere zentrale Anforderungen sind die Orientierung an Ressourcen und Stärken von Kindern und Eltern, die Fähigkeit zu feinfühligem, sensitiven und responsiven Eingehen auf kindliche Signale und Bedürfnisse sowie die Offenheit für und Wertschätzung von Diversität. Die fortlaufende Arbeit an der Erweiterung dieser Kompetenzen ist fester Bestandteil des Projektes.

 

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