BASF startet neues Modellprojekt "Eine Kita für alle - Vielfalt inklusive"

  • Zehn Kindertagesstätten aus der Metropolregion Rhein-Neckar erarbeiten neue Konzepte zur Inklusion
  • Einbeziehung von Vielfalt in Kindertagesstätten fördern

 

Im Rahmen ihrer Initiative "Offensive Bildung" hat BASF zusammen mit dem Projektträger, dem Caritasverband für die Diözese Speyer und der Alice Salomon Hochschule Berlin, ein weiteres Modellprojekt zur Förderung frühkindlicher Bildung ins Leben gerufen. Unter dem Namen "Eine Kita für alle - Vielfalt inklusive" entwickeln und erproben zehn Kindertagesstätten in den nächsten zwei Jahren Konzepte für Inklusion, um allen Kindern ein qualitativ hochwertiges Erziehungs-, Bildungs- und Betreuungsangebot zu ermöglichen.

 

Mit dem Projekt möchte BASF zusammen mit ihren Partnern die Einbeziehung von Vielfalt in Kindertageseinrichtungen fördern. "Verschiedenheit darf sich nicht nachteilig auf die Bildung und Erziehung auswirken. Daher ist es uns ein besonderes Anliegen, jedem Kind die Möglichkeit zu geben, seine individuellen Potenziale zu entfalten - unabhängig von seinen gesundheitlichen, sozialen, kulturellen oder ökonomischen Voraussetzungen. Alle Kinder sollten gleichermaßen am gesellschaftlichen Leben teilhaben können", sagt Daniela Kalweit, Leiterin der Externen Bildungsaktivitäten der BASF. Einbeziehung von Vielfalt ist auch bei BASF ein wichtiges Thema und wird als Beitrag zum Unternehmenserfolg verstanden. Mit verschiedenen Initiativen und Konzepten fördert BASF eine Unternehmenskultur, in der Unterschiede wertgeschätzt werden und in der alle die Möglichkeit haben, ihre individuellen Talente und Fähigkeiten zu entfalten.

 

Nachdem 2009 die UN-Behindertenrechtskonvention ratifiziert wurde, hat Inklusion an gesellschaftlicher Bedeutung gewonnen. Im Zentrum steht die Einzigartigkeit des Menschen, die in der täglichen Arbeit von Bildungseinrichtungen berücksichtigt werden soll. "Inklusion ist ein gesamtgesellschaftliches Aufgabenfeld. Es hat in allen sozialen Bereichen Relevanz - auch und gerade in den Einrichtungen für die Jüngsten unserer Gesellschaft. Durch das Projekt ‚Eine Kita für alle - Vielfalt inklusive‘ wollen wir das wichtige Thema vorantreiben und verstärkt in die Öffentlichkeit tragen", erklärt Vinzenz du Bellier, Caritasdirektor für die Diözese Speyer.

 

Projektleiterin ist Prof. Corinna Schmude von der Alice Salomon Hochschule in Berlin. Sie hat das Konzept für das Projekt, das gestern gestartet ist, erstellt. Schmude ist Professorin für inklusive Pädagogik mit dem Schwerpunkt Kindheitspädagogik und Familienbildung. "Uns geht es um den Abbau sichtbarer und unsichtbarer Barrieren im Alltag, und darum, allen Kindern die Möglichkeit zur Selbstbestimmung und zur gesellschaftlichen Anerkennung zu geben. In unserem Projekt werden wir zusammen mit den Kitas erarbeiten, wie diese im pädagogischen Alltag identifiziert und abgebaut werden können, um alle Kinder optimal zu fördern", betont Schmude.

 

In einem Zeitraum von zwei Jahren erarbeiten zehn Kindertagesstätten aus dem rheinland-pfälzischen Teil der Metropolregion Rhein-Neckar neue Ansätze für Inklusion, die auf die individuellen Bedürfnisse der Kinder abgestimmt sind. Die Piloteinrichtungen nehmen während der gesamten Projektlaufzeit an Fortbildungen und Coachings teil. Hierbei werden etwa Themen wie Gleichberechtigung, Selbstbestimmung und Teilhabe vermittelt. Zusammen mit erfahrenen Prozessbegleitern entwickeln die pädagogischen Fachkräfte Vorschläge für gemeinsame Spiel- und Bildungsangebote. "Seit 16 Jahren arbeiten wir als integrative Kita und erleben daher täglich die verschiedensten Dimensionen von Vielfalt wie Mehrsprachigkeit, unterschiedliche soziale Herkunft oder körperliche Beeinträchtigungen", sagt Leiterin Bettina Hampel von der Kindertagesstätte Pusteblume, die eine der zehn ausgewählten Kindertagesstätten ist. "Durch die Teilnahme an dem Modellprojekt möchten wir nun den nächsten Schritt machen und die Brücke von der Integration zur Inklusion schlagen. Das Projekt gibt uns die Gelegenheit, unsere bisherige Arbeitsweise zu reflektieren und als Team neue Ideen und Anregungen zu sammeln."

 

Wissenschaftlich begleitet wird das Modellprojekt von Prof. Timm Albers und Prof. Simone Seitz von der Universität Paderborn. Sie erfassen die Ergebnisse des Projekts und unterstützen dabei, das ursprüngliche Konzept des Modellprojekts zu verbessern. Auf diese Weise können andere Einrichtungen von den gewonnenen Erfahrungen profitieren und für ihre eigene Weiterentwicklung nutzen.

 

Neben der Speyerer Kita Pusteblume nehmen weitere Kindertagesstätten an dem Modellprojekt teil:

  • Katholische Kita St. Bernhard, Neustadt
  • Städtische Kita Großer Garten, Schifferstadt
  • Städtische Kita Farbkleks, Worms
  • Städtische Kita Sonnenschein, Worms
  • Städtische Kita Am alten Damm, Mutterstadt
  • Städtische Kita Jean-Gans-Straße, Frankenthal
  • LuKids Farbturm/LuKids ADHOC, Ludwigshafen
  • Städtische Kita Sonnenstrahl, Schwegenheim
  • Städtische Kita Taka-Tuka-Land, Weingarten

 

Über die Offensive Bildung

Die von der BASF ins Leben gerufene Initiative "Offensive Bildung" startete im Jahr 2005. Sie ist mit ihren trägerübergreifenden Projekten zu unterschiedlichen Bildungsschwerpunkten ein zentraler Baustein der frühen Bildung in der MRN geworden. Bis heute haben 435 Einrichtungen, davon 415 Kindertagesstätten, 16 Grundschulen und 4 pädagogische Fachschulen an den Projekten teilgenommen. Hierbei wurden über 3.300 pädagogische Fach- und Lehrkräfte geschult und über 38.000 Kinder erreicht.

 

Die "Offensive Bildung" ist ein Baustein im gesellschaftlichen Engagement im Bildungsbereich der BASF SE, welches durch das Engagement für Schulen in der Region und Maßnahmen zur Begabtenförderung ergänzt wird. Mit dem Ziel, Wissen und Bildung deutschlandweit zu fördern, ist die BASF bereits 2005 als Gründungsmitglied der Initiative Wissensfabrik - Unternehmen für Deutschland beigetreten.

 

Über BASF

BASF steht für Chemie, die verbindet - seit nunmehr 150 Jahren. Unser Portfolio reicht von Chemikalien, Kunststoffen, Veredlungsprodukten und Pflanzenschutzmitteln bis hin zu Öl und Gas. Als das weltweit führende Chemieunternehmen verbinden wir wirtschaftlichen Erfolg mit dem Schutz der Umwelt und gesellschaftlicher Verantwortung. Mit Forschung und Innovation unterstützen wir unsere Kunden in nahezu allen Branchen, heute und in Zukunft die Bedürfnisse der Gesellschaft zu erfüllen. Unsere Produkte und Lösungen tragen dazu bei, Ressourcen zu schonen, Ernährung zu sichern und die Lebensqualität zu verbessern. Den Beitrag der BASF haben wir in unserem Unternehmenszweck zusammengefasst: We create chemistry for a sustainable future. Die BASF erzielte 2013 einen Umsatz von rund 74 Milliarden € und beschäftigte am Jahresende mehr als 112.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. BASF ist börsennotiert in Frankfurt (BAS), London (BFA) und Zürich (AN). Weitere Informationen zur BASF im Internet unter www.basf.com.