Natur Pur

Die pädagogische Arbeit im Teilprojekt „Natur Pur“

Den Sonderfragebogen zum Teilprojekt „Natur Pur“ beantworteten 256 pädagogische Fachkräfte aus Kindertagesstätten der „Offensive Bildung“ und 46 Fachkräfte aus Rollout-Kindertagesstätten. 28,1 % (Rollout: 28,3 %) hatten eine spezielle Funktion in dem Teilprojekt (z. B. Projektbeauftragte).

 

89,1 % der Fachkräfte in den Kindertagesstätten der „Offensive Bildung“ unterstützen nach eigenen Angaben die Kinder über Aktivitäten und Teilprojekte darin, eine Beziehung zur Natur aufzubauen (Rollout: 84,8 %). Rund drei Viertel der pädagogischen Fachkräfte nutzt die vielfältigen Erfahrungsmöglichkeiten des naturnahen Außengeländes (75,4 % bzw. 84,8 %) und nutzt ebenfalls systematisch naturpädagogisch interessante Situationen im Alltag (73,4 % bzw. 87,0 %). In den meisten Kindertagesstätten ist das Thema „Naturpädagogik“ in der Konzeption fest verankert (70,3 % bzw. 60,9 %). Die Kindertagesstätten haben ihre naturpädagogische Ausrichtung deutlich gestärkt (60,5 % bzw. 60,9 %) und beteiligen die Kinder bei der Pflege des naturnahen Außengeländes (69,5 % bzw. 65,2 %). Die pädagogischen Fachkräfte haben sich im Rahmen des Teilprojektes systematisch mit naturpädagogischen Themen beschäftigt (63,3 % bzw. 67,4 %) und fühlen sich im Umgang mit diesen Themen kompetent (67,2 % bzw. 73,9 %).

 

Rund die Hälfte der Fachkräfte führt naturpädagogische Teilprojekte mit den Kindern durch und dokumentiert sie (51,6 % bzw. 54,3 %) und/oder nutzt die Erfahrungsmöglichkeiten im „Haus der Naturpädagogik“ für Aktivitäten mit Kindern (49,6 % bzw. 32,6 %). Auch wird das „Haus der Naturpädagogik“ von 48,0 % (bzw. 39,1 %) der Fachkräfte für die eigene Weiterbildung genutzt. Eine geringere Wirkung stellen die pädagogischen Fachkräfte hinsichtlich der Zusammenarbeit mit Eltern fest. 34,8 % (bzw. 56,5 %) der Fachkräfte geben an, dass sich die Zusammenarbeit mit den Eltern durch das Teilprojekt „Natur Pur“ intensiviert hat.

 

 

Selbsteinschätzung der pädagogischen Fachkräfte
(Mehrfachnennungen möglich)

 

„Offensive Bildung“

„Rollout“

Ich unterstütze die Kinder über Aktivitäten und Projekte darin, eine Beziehung zur Natur aufzubauen.

89,1 %

84,8 %

Ich nutze die vielfältigen Erfahrungsmöglichkeiten des naturnahen Außengeländes.

75,4 %

84,8 %

Ich nutze systematisch naturpädagogisch interessante Situationen im Alltag.

73,4 %

87,0 %

Das Thema „Naturpädagogik“ ist in unserer Konzeption fest verankert.

70,3 %

60,9 %

Die Pflege des naturnahen Außengeländes erfolgt im pädagogischen Alltag zusammen mit den Kindern.

69,5 %

65,2 %

Ich fühle mich kompetent im Umgang mit naturpädagogischen Themen.

67,2 %

73,9 %

Ich habe mich im Rahmen des Projektes systematisch mit naturpädagogischen Themen beschäftigt.

63,3 %

67,4 %

Wir haben die naturpädagogische Ausrichtung unserer Einrichtung deutlich gestärkt.

60,5 %

60,9 %

Ich führe naturpädagogische Projekte mit den Kindern durch und dokumentiere sie.

51,6 %

54,3 %

Ich nutze die Erfahrungsmöglichkeiten im „Haus der Naturpädagogik“ für Aktivitäten mit Kindern.

49,6 %

32,6 %

Ich nutze zu meiner Weiterbildung das „Haus der Naturpädagogik“.

48,0 %

39,1 %

Meine Einstellung gegenüber naturpädagogischer Förderung hat sich durch das Projekt verändert.

47,7 %

54,3 %

Wir haben naturpädagogische Ansätze in die Raumgestaltung (Innenbereiche) integriert.

41,4 %

37,0 %

Die Zusammenarbeit mit den Eltern hat sich durch das Teilprojekt „Natur Pur“ intensiviert.

34,8 %

56,5 %

 

 

Die Wirkungen des Teilprojektes „Natur Pur“

Für die rückblickende Bewertung des Teilprojektes „Natur Pur“ wurden die pädagogischen Fachkräfte gebeten, Aussagen auf einer Skala von 1 („trifft voll und ganz zu“) bis 5 („trifft gar nicht zu“) zu bewerten. Die Einschätzung der Fachkräfte bezog sich dabei auf ihre persönlichen Erfahrungen und auf die (damalige) Einrichtung, in der diese Erfahrungen gemacht wurden.

 

Die beteiligten Fachkräfte würden das Teilprojekt „Natur Pur“ auf Grund ihrer persönlichen Erfahrungen anderen Kindertagesstätten weiterempfehlen (Mittelwert: 2,03 bzw. 1,79). Viele können sich an Schlüsselsituationen und besondere Erfahrungen in dem Teilprojekt (z. B. Planungsworkshops oder Beteiligungsaktionen) erinnern (2,55 bzw. 2,36), was zu der Einschätzung führt, persönlich von dem Teilprojekt profitiert zu haben (2,40 bzw. 2,30). Zufrieden waren die pädagogischen Fachkräfte mit der fachlichen Begleitung in dem Teilprojekt (2,55 bzw. 2,29) und mit dem Projektverlauf insgesamt (2,63 bzw. 2,51).

 

Bei der Einschätzung der Wirkungen auf die pädagogische Arbeit gibt es kein einheitliches Bild (Mittelwert: 2,88 bzw. 2,79). Das Gleiche gilt für die Frage, ob sich die Qualität der pädagogischen Arbeit durch das Teilprojekt erhöht hat (Mittelwert: 2,73 bzw. 2,65) und ob es gelang, die Projektinhalte nachhaltig in der pädagogischen Arbeit zu verankern (2,54 bzw. 2,49). Möglicherweise waren die Projektverläufe in den einzelnen Kindertagesstätten, die Unterstützung durch das Team, den Träger und die Eltern unterschiedlich. Eher geringe Auswirkungen hatte nach Einschätzung der pädagogischen Fachkräfte das Teilprojekt auf die Zusammenarbeit mit den Eltern (3,32 bzw. 2,84) und die Zusammenarbeit im Team (3,51 bzw. 3,51). Die Zusammenarbeit mit der Schule wurde durch das Teilprojekt kaum verändert (4,57 bzw. 4,79).