Vom Klein-Sein zum Einstein

Die pädagogische Arbeit im Teilprojekt „Vom Klein-Sein zum Einstein“

Den Sonderfragebogen zum Teilprojekt „Vom Klein-Sein zum Einstein“ beantworteten 193 pädagogische Fachkräfte aus Kindertagesstätten der „Offensive Bildung“ und 79 Fachkräfte aus Rollout-Kindertagesstätten. 48,2 % (Rollout: 22,8 %) hatten eine spezielle Funktion in dem Teilprojekt (z. B. Projektbeauftragte).

 

Fast alle beteiligten Fachkräfte geben an, dass das Team von dem Teilprojekt „Vom Klein-Sein zum Einstein“ fachlich profitiert hat (93,3 % bzw. 88,6 %). Nach eigener Einschätzung fördern die pädagogischen Fachkräfte nach Abschluss des Teilprojektes das Fragen, Forschen und Finden von Antworten bei den Kindern situativ und lebensweltorientiert (91,2 % bzw. 96,2 %), erkennen mathematisch wertvolle Situationen im Alltag (88,6 % bzw. 86,1 %) und fühlen sich kompetent im Umgang mit mathematischen Themen in der Kindertagesstätte (83,4 % bzw. 79,7 %). Damit hat sich im Bereich der Mathematik ein deutlicher Wandel vollzogen, wenn man bedenkt, dass nur vier von zehn der befragten Fachkräfte (40,4 % bzw. 39,2 %) bereits vor dem Teilprojekt ein großes Interesse an Mathematik im Kindergarten bei sich feststellten. 68,4 % (bzw. 67,1 %) der Fachkräfte geben an, dass sich ihre Einstellung hinsichtlich der mathematischen Förderung im Kindergarten durch das Teilprojekt geändert hat.

 

Auch im Bereich der Naturwissenschaften hat das Teilprojekt „Vom Klein-Sein zum Einstein“ zu einem Wandel an Einstellungen und pädagogischen Aktivitäten geführt. 76,2 % (bzw. „Vom Klein-Sein zum Einstein“ 77,2 %) der pädagogischen Fachkräfte stellen einen Einstellungswandel hinsichtlich naturwissenschaftlicher Förderung im Kindergarten durch das Teilprojekt fest. Mehr als drei Viertel der Fachkräfte, die persönlich an dem Teilprojekt „Vom Klein-Sein zum Einstein“ beteiligt waren, geben an, nach Abschluss des Teilprojektes naturwissenschaftlich wertvolle Situationen im Alltag zu erkennen (78,8 % bzw. 89,9 %) und sich kompetent im Umgang mit naturwissenschaftlichen Themen in der Kindertagesstätte zu fühlen (74,6 % bzw. 74,7 %). Das Interesse an Naturwissenschaften im Kindergarten war nicht einmal bei der Hälfte von ihnen (48,2 % bzw. 39,2 %) sehr groß. Im Rahmen des Teilprojektes wurden Lernorte (Lernwerkstatt, Forscherecke etc.) eingerichtet, die von den Kindern z. B. für Experimente regelmäßig selbsttätig genutzt werden (66,3 % bzw. 74,7 %) bzw. von den Fachkräften regelmäßig für Aktivitäten, Teilprojekte oder gestaltete Lernsettings genutzt werden (59,6 % bzw. 55,7 %).

 

Im Sinne der Nachhaltigkeit müssen die eingerichteten Lernorte regelmäßig gepflegt werden. 59,6 % (bzw. 63,3 %) der befragten pädagogischen Fachkräfte sorgen regelmäßig für eine Instandhaltung dieser Lernorte, 67,4 % (bzw. 68,4 %) sorgen dafür, dass verbrauchte Materialien ersetzt werden. Eine Nachhaltigkeit ist auch von der Bereitschaft, sich kontinuierlich weiterzubilden, abhängig. 79,8 % (bzw. 72,2 %) der pädagogischen Fachkräfte geben an, sich auch nach dem Teilprojekt in einzelnen Themenbereichen weitergebildet zu haben (z. B. Bücher, Filme, Materialien, kollegialer Austausch).

 

 

Selbsteinschätzung der pädagogischen Fachkräfte
(Mehrfachnennungen möglich)

 

„Offensive Bildung“

„Rollout“

Das Team hat vom Teilprojekt „Vom Klein-Sein zum Einstein“ fachlich profitiert.

93,3 %

88,6 %

Ich fördere das Fragen, Forschen und Finden von Antworten bei den Kindern situativ und lebensweltorientiert.

91,2 %

96,2 %

Ich erkenne mathematisch wertvolle Situationen im Alltag.

88,6 %

86,1 %

Ich fühle mich kompetent im Umgang mit mathematischen Themen in der Kindertagesstätte.

83,4 %

79,7 %

Ich habe mich auch nach dem Projekt in einzelnen Themenbereichen weitergebildet (z. B. Bücher, Filme, Materialien, kollegialer Austausch).

79,8 %

72,2 %

Ich erkenne naturwissenschaftlich wertvolle Situationen im Alltag.

78,8 %

89,9 %

Meine Einstellung zu naturwissenschaftlicher Förderung in der Kindertagesstätte hat sich durch das Projekt verändert.

76,2 %

77,2 %

Ich fühle mich kompetent im Umgang mit naturwissenschaftlichen Themen in der Kindertagesstätte.

74,6 %

74,7 %

Meine Einstellung zu mathematischer Förderung in der Kindertagesstätte hat sich durch das Projekt verändert.

68,4 %

67,1 %

Ich sorge dafür, dass verbrauchte Materialien ersetzt werden.

67,4 %

68,4 %

Die Kinder nutzen die eingerichteten Lernorte regelmäßig selbsttätig (z. B. für Experimente).

66,3 %

74,7 %

Ich habe die Lernorte nach Beendigung des Projekts mit weiteren Materialien ergänzt.

61,7 %

63,3 %

Ich nutze die eingerichteten Lernorte (Lernwerkstatt, Forscherecke etc.) regelmäßig für Aktivitäten, Projekte oder gestaltete Lernsettings.

59,6 %

55,7 %

Ich sorge regelmäßig für eine Instandhaltung der Lernorte.

59,6 %

63,3 %

Ich hatte vor dem Projekt bereits ein großes Interesse an Naturwissenschaften im Kindergarten.

48,2 %

39,2 %

Ich hatte vor dem Projekt bereits ein großes Interesse an Mathematik im Kindergarten.

40,4 %

39,2 %

 

 

Die Wirkungen des Teilprojektes „Vom Klein-Sein zum Einstein“

Für die rückblickende Bewertung des Teilprojektes „Vom Klein-Sein zum Einstein“ wurden die pädagogischen Fachkräfte gebeten, Aussagen auf einer Skala von 1 („trifft voll und ganz zu“) bis 5 („trifft gar nicht zu“) zu bewerten. Die Einschätzung der Fachkräfte bezog sich auf ihre persönlichen Erfahrungen und auf die (damalige) Einrichtung, in der diese Erfahrungen gemacht wurden.

 

Die größte Zustimmung findet bei den Fachkräften die Aussage: „Ich würde das Teilprojekt anderen Kindertagesstätten weiterempfehlen“ (Mittelwert: 1,55 bzw. 1,86) und „Ich persönlich habe von dem Teilprojekt profitiert“ (1,56 bzw. 1,74). Die pädagogischen Fachkräfte sind zufrieden mit der fachlichen Beratung (1,86 bzw. 2,29) und dem Teilprojektverlauf insgesamt (1,98 bzw. 2,33). Sie stellen fest, dass das Teilprojekt zu deutlichen Veränderungen in ihrer Arbeit geführt hat (2,07 bzw. 2,62) und dass sich die Qualität der pädagogischen Arbeit erhöht hat (2,00 bzw. 2,37). Viele können sich an Schlüsselsituationen und besondere Erfahrungen in dem Teilprojekt (z. B. einzelne Experimentiersituationen/Aktivitäten) erinnern (2,10 bzw. 2,21). Auch gehen sie davon aus, dass sie es geschafft haben, die Projektinhalte nachhaltig in ihrer pädagogischen Arbeit zu verankern (2,22 bzw. 2,56). Hinsichtlich der Wirkungen des Teilprojektes „Vom Klein-Sein zum Einstein“ auf die Zusammenarbeit im Team (2,73 bzw. 2,97), mit den Eltern (3,17 bzw. 3,27) und mit der Schule (3,98 bzw. 4,12) werden keine großen Veränderungen festgestellt.