Gesamtevaluation

 

Die „Offensive Bildung“ ist 2005 mit dem übergeordneten Ziel angetreten, die Bildungslandschaft in der Metropolregion Rhein-Neckar nachhaltig zu verbessern. Um zu überprüfen, inwieweit dies auch gelungen ist, wurden 2011 in einer Gesamtbetrachtung 2011 die bis dahin durchgeführten Projekte der „Offensive Bildung“ evaluiert. Schwerpunkte waren die Erfassung, Analyse und Dokumentation der im Rahmen der Projekte gewonnenen Erfahrungs- und Kompetenzmuster bei Kindern, Eltern und Fachkräften sowie die Erfassung und Analyse der Nachhaltigkeit der Inhalte und Maßnahmen im pädagogischen Alltag sein. Auch die Bereitstellung zukunftsfähiger Angebote und die Qualitätsentwicklung in den jeweiligen Kindertagesstätten standen im Fokus der Evaluation.

 

 

Visual: 14 ausgewählte Kindertagesstätten

Um ein objektives und möglichst umfassendes Bild zu erhalten und die verschiedenen Perspektiven zu erfassen, wurden zwei Evaluationen bei unabhängigen Wissenschaftlerinnen in Auftrag geben: eine quantitative und eine qualitative Betrachtung der Wirksamkeit der „Offensive Bildung“.

 

Zum einen wurden im Rahmen einer großangelegten quantitativen Evaluation alle Kindertagesstätten, die an der „Offensive Bildung“ 2005 bis 2009 sowie am „Rollout 2008“ und am „Rollout 2010“ teilgenommen haben, schriftlich befragt. Der Fragebogen richtete sich an die pädagogischen Fachkräfte und die Kita-Leitungen.

Die quantitative Evaluation wurde von Prof. Dr. Dörte Weltzien durchgeführt. Sie ist Professorin für Pädagogik der frühen Kindheit an der Evangelischen Hochschule Freiburg und leitet dort den Studiengang BA Pädagogik der frühen Kindheit. 2005 bis 2009 übernahm sie die wissenschaftliche Begleitung des „Offensive Bildung“-Projektes „Beobachtung und ErziehungsPartnerschaft“.

 

Um alle Facetten der Wirksamkeiten der Maßnahmen abzubilden, wurde darüber hinaus eine qualitative Evaluation in 14 ausgewählten Kindertagesstätten in Ludwigshafen am Rhein unter Einbeziehung der pädagogischen Fachkräfte, der Kita-Leitungen, der Träger, der Eltern sowie der Repräsentanten der Trägerorganisationen durchgeführt.

 

Frau Dr. Preissing und Frau Durand wurden mit der qualitativen Evaluation beauftragt. Als Mitbegründerin des Instituts für den Situationsansatz der Internationalen Akademie für innovative Pädagogik (INA), als Direktorin des Berliner Kita-Instituts für Qualitätsentwicklung in der INA gGmbH und Vizepräsidentin in der INA gGmbH kann Frau Dr. Preissing auf langjährige Erfahrungen in der Begleitung und Evaluation von Qualitäts­entwick­lungs­prozessen in Kindertagesstätten blicken. Frau Durand ist als wissenschaftliche Mitarbeiterin und Evaluatorin unter anderem für die INA gGmbH und als freie Fortbildnerin für verschiedene Themen der Frühpädagogik tätig. Von 2007 bis 2009 arbeitete sie in der wissenschaftlichen Begleitung des Projektes „QuaSi – Qualität von Anfang an“ mit.

Quantitative Evaluation:
Wichtigste Ergebnisse

  • Aus Sicht der Fachkräfte war die Teilnahme an „Offensive Bildung“ erfolgreich und hat zu zahlreichen Veränderungen in der pädagogischen Arbeit geführt
  • Die überwiegende Zahl der Fachkräfte ist zufrieden mit dem Projektverlauf und würde Projektteilnahme anderen Städten und Regionen empfehlen
    • Wahrgenommener Wissens- und Kompetenzzuwachs
    • Gute Einbindung der Teilprojekte in den pädagogischen Alltag
  • In der Zusammenarbeit mit Eltern verzeichnen die pädagogischen Fachkräfte positive Veränderungen in Bezug auf Partizipation und Dialog
  • Keine großen Veränderungen haben sich aus Sicht der Fachkräfte in der Beziehung zu Grundschulen ergeben, was aber auch nicht im Fokus der Projekte war
  • Eher geringe Wirkungen verzeichnen die Fachkräfte auf die Arbeit mit sehr jungen Kindern. Auch das war kein Schwerpunkt der „Offensive Bildung

 

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Qualitative Evaluation:
Wichtigste Ergebnisse

  • Alle Kitas haben profitiert und ihre konzeptionelle Arbeit weiterentwickelt
  • Das professionelle Selbstverständnis der pädagogischen Fachkräfte hat sich weiterentwickelt (Wissenszuwachs und erweiterte Handlungskompetenz)
  • Das Rollenverständnis der päd. Fachkräfte entwickelt sich vom „Macher“ zum Impulsgeber und Lernbegleiter
  • „Offensive Bildung“ wirkt positiv auf die Kompetenzen der Kinder: Selbständigkeit, Sprachkompetenz, Experimentierfreudigkeit, Offenheit
  • Die gegenwärtige Wertschätzung und das Interesse füreinander wurde durch die intensive Zusammenarbeit gestärkt
  • Begonnene Veränderungsprozesse müssen durch ein Nachhaltigkeitskonzept zur Qualitätssicherung weiter unterstützt werden
  • Alle Beteiligten schätzen das Engagement der BASF und deren Philosophie

 

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